Aktuelle Melodien des Glockenspiels.

Aktuelle Melodien des Glockenspiels

Ab 30. April 2022

09:01 Uhr - Komm lieber Mai und mache
12:05 Uhr - Te deum - Europahymne
15:01 Uhr - Sah ein Knab ein Röslein stehn
18:05 Uhr - Nun ruhen alle Wälder

Ab 07. Mai 2022

09:01 Uhr - Der Mai ist gekommen
12:05 Uhr - Te deum - Europahymne
15:01 Uhr - Sah ein Knab
18:05 Uhr - Nun ruhen alle Wälder

Ab 14. Mai 2022

09:01 Uhr - Wie lieblich ist der Maien
12:05 Uhr - In dir ist Freude
15:01 Uhr - Nun will der Lenz
18:05 Uhr - Kein schöner Land

Ab 21. Mai 2022

09:01 Uhr - Nun bitten wir den Heiligen Geist
12:05 Uhr - O komm, du Geist der Wahrheit
15:01 Uhr - Am Brunnen vor dem Tore
18:05 Uhr - Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist

Ab 28. Mai 2022

09:01 Uhr - Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
12:05 Uhr - Nun danket all und bringet Ehr
15:01 Uhr - Die Gedanken sind frei
18:05 Uhr - Der Mond ist aufgegangen

Ab 04. Juni 2022

09:01 Uhr - All Morgen ist ganz frisch und neu
12:05 Uhr - Nun bitten wir den Heiligen Geist
15:01 Uhr - Tanz der Zuckerfee
18:05 Uhr - Ade zur guten Nacht

Am 11. Juni 2022

09:01 Uhr - Morgenlicht leuchtet
12:05 Uhr - Großer Gott wir loben dich
15:01 Uhr - Wenn alle Brünnlein fließen
18:05 Uhr - Der lieben Sonne Licht und Pracht

Am 18. Juni 2022

09:01 Uhr - Das Wandern ist des Müllers Lust
12:05 Uhr - Lobet den Herren, den mächtigen König
15:01 Uhr - Ein Männlein steht im Walde
18:05 Uhr - Ade zur guten Nacht

Am 25. Juni 2022

09:01 Uhr - Die Gedanken sind frei
12:05 Uhr - Nun danket alle Gott
15:01 Uhr - Wenn ich ein Vöglein wär
18:05 Uhr - Abend wird es wieder

Bildquelle: https://pixabay.com/illustrations/music-clef-melody-texture-951844/


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Nachruf Dr. Manfred Haufe | * 29.08.1930 ✞ 28.12.2021

Dr. Manfred Haufe war Tierarzt und Bürgermeister mit leidenschaftlichen und begnadeten Kunst- und Kulturkenntnissen. Wer ihm bei seinen Stadtführungen zu den Stendalern Kunstschätzen lauschen konnte, spürte seine Begeisterung für die großen gotischen Kirchen mit seinem Inventar.

Er verstand es wie kein anderer, die Kunstschätze für jedermann verständlich zu erklären und mit Begeisterung den Bezug auf die theologische Bedeutung der Kunstwerke herzustellen. So hat es ihm, neben den mittelalterlichen Glasmalereifenstern im Dom / Jacobi ganz besonders zur Stadt- und Ratskirche St. Marien gezogen.

In St. Marien wurde schon immer Geschichte geschrieben. Es ist aus seiner christlichen Tradition nicht verwunderlich, dass er als 1. Bürgermeister nach der Wende die ersten neugewählten Stadträte, im Mai 1990, vor der ersten Stadtratssitzung in die Stadt- und Ratskirche St. Marie zur Andacht in den Hohen Chor einlud. Selbst die Partei der Linken war dabei mit vertreten.

Dieser Chor war ihm besonders mit dem herausragenden Hochaltar und Chorgestühl ans Herz gewachsen. Mit Leidenschaft hat er nicht nur den Altar erklärt, nein er hat sich auch für den Erhalt eingesetzt. So ist es auf seine Initiative zurück zu führen, dass die erste Altarrestaurierung nach der Wende durch die Gemeinde durchgeführt wurde. Mit Unterstützung des Rotary Club hat er Geld gesammelt für das Wächterhäuschen und für das kleine Altarmodel im Hohen Chor, zur Freude der Besucher sowie der Stadtführer und zur Schonung des Hauptaltars.

Der Funke für den Förderverein Glocken St. Marien ist am Bartholomäustag 1997 übergesprungen. Ich erinnere mich noch genau. Es war der 1. Glockentag der im Rathaus, auf dem Marktplatz und in St. Marien stattfand. Prof. Kiesow von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hatte die Schirmherrschaft übernommen und die wichtigsten Campologen aus Deutschland und den Niederlanden waren vertreten. Es gab einen regen Erfahrungsaustausch. Das war genau sein Element, und so wurde er Mitglied bei uns im Verein.

Es folgten neben den vielen Glockenprojekten vom Förderverein auch Exkursionen in die Altmark, Halberstadt, Merseburg …, wo er uns, solange seine Kräfte reichten, mit seinem Erfahrungsschatz viel Wissenswertes vermittelte.

Auch in den Mitgliederversammlungen und zu den Adventsfeiern gab es oft kunstgeschichtliche Betrachtungen und bei der Planung von Exkursionen war er immer ein kompetenter Ansprechpartner, was die Kunstschätze betraf. Der Wissensschatz war unermesslich.

Dr. Manfred Haufe hat im Senioren- und Pflegeheim „Am Schwanenteich“ durch meine Besuche und durch meine verfassten Texte mit großem Interesse verfolgt, dass durch den Förderverein erneut der Hochaltar von St. Marien wieder gefestigt, gereinigt, statisch gesichert und vor den schädlichen Sonnenstrahlen geschützt wird. Schade, dass er die Fertigstellung, die im September 2022 geplant ist, nicht mehr miterleben kann.

So fügt es sich, dass ihm zu Ehren die vier großen Marienglocken seinen letzten Weg begleiten.

Der Förderverein Glocken St. Marien verliert einen außergewöhnlichen Kunst- und Kulturkenner, offenen Geist und freundlichen Menschen mit christlicher Haltung.

Bärbel Hornemann | Vorsitzende FV Glocken St. Marien Stendal e. V.