Aktuelle Melodien des Glockenspiels.

Aktuelle Melodien des Glockenspiels

Ab 03. Juli 2022

09:01 Uhr - All mein Gedanken, die ich hab
12:05 Uhr - Jesu, meine Freude
15:01 Uhr - Am Brunnen vor dem Tore
18:05 Uhr - Abends, wenn ich schlafen geh

Ab 10. Juli 2022

09:01 Uhr - Bruder Jakob
12:05 Uhr - Freuet euch der schönen Erde
15:01 Uhr - Vivaldi
18:05 Uhr - Weißt du, wieviel Sternlein stehen

Ab 17. Juli 2022

09:01 Uhr - Lobet den Herren, alle die ihn ehren
12:05 Uhr - Die beste Zeit im Jahr ist mein
15:01 Uhr - Ode an die Freude
18:05 Uhr - Guten Abend, gute Nacht

Ab 24. Juli 2022

09:01 Uhr - Im schönsten Wiesengrunde
12:05 Uhr - Geh aus mein Herz und suche Freud
15:01 Uhr - Üb immer Treu
18:05 Uhr - Der lieben Sonne Licht und Pracht

Ab 31. Juli 2022

09:01 Uhr - Wenn alle Brünnlein fließen
12:05 Uhr - Verleih uns Frieden gnädiglich
15:01 Uhr - Die Gedanken sind frei
18:05 Uhr - Hinunter ist der Sonne Schein

Ab 07. August 2022

09:01 Uhr - Ännchen von Tharau
12:05 Uhr - Wer nur den lieben Gott lässt walten
15:01 Uhr - Das klinget so herrlich
18:05 Uhr - Abends wenn wir schlafen gehen

Ab 14. August 2022

09:01 Uhr - Wenn ich ein Vöglein wär
12:05 Uhr - Ave Maria zart
15:01 Uhr - Geh aus mein
18:05 Uhr - Nun ruhen alle Wälder

Ab 21. August 2022

09:01 Uhr - Sah ein Knab ein Röslein stehn
12:05 Uhr - Allein Gott in der Höh
15:01 Uhr - Ein Mädchen oder Weibchen
18:05 Uhr - Hinunter ist der Sonne Schein

Ab 28. August 2022

09:01 Uhr - Halleluja - Cohen
12:05 Uhr - Großer Gott wir loben dich
15:01 Uhr - Te Deum
18:05 Uhr - Nun danket alle Gott

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Nachruf Dr. Manfred Haufe | * 29.08.1930 ✞ 28.12.2021

Dr. Manfred Haufe war Tierarzt und Bürgermeister mit leidenschaftlichen und begnadeten Kunst- und Kulturkenntnissen. Wer ihm bei seinen Stadtführungen zu den Stendalern Kunstschätzen lauschen konnte, spürte seine Begeisterung für die großen gotischen Kirchen mit seinem Inventar.

Er verstand es wie kein anderer, die Kunstschätze für jedermann verständlich zu erklären und mit Begeisterung den Bezug auf die theologische Bedeutung der Kunstwerke herzustellen. So hat es ihm, neben den mittelalterlichen Glasmalereifenstern im Dom / Jacobi ganz besonders zur Stadt- und Ratskirche St. Marien gezogen.

In St. Marien wurde schon immer Geschichte geschrieben. Es ist aus seiner christlichen Tradition nicht verwunderlich, dass er als 1. Bürgermeister nach der Wende die ersten neugewählten Stadträte, im Mai 1990, vor der ersten Stadtratssitzung in die Stadt- und Ratskirche St. Marie zur Andacht in den Hohen Chor einlud. Selbst die Partei der Linken war dabei mit vertreten.

Dieser Chor war ihm besonders mit dem herausragenden Hochaltar und Chorgestühl ans Herz gewachsen. Mit Leidenschaft hat er nicht nur den Altar erklärt, nein er hat sich auch für den Erhalt eingesetzt. So ist es auf seine Initiative zurück zu führen, dass die erste Altarrestaurierung nach der Wende durch die Gemeinde durchgeführt wurde. Mit Unterstützung des Rotary Club hat er Geld gesammelt für das Wächterhäuschen und für das kleine Altarmodel im Hohen Chor, zur Freude der Besucher sowie der Stadtführer und zur Schonung des Hauptaltars.

Der Funke für den Förderverein Glocken St. Marien ist am Bartholomäustag 1997 übergesprungen. Ich erinnere mich noch genau. Es war der 1. Glockentag der im Rathaus, auf dem Marktplatz und in St. Marien stattfand. Prof. Kiesow von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz hatte die Schirmherrschaft übernommen und die wichtigsten Campologen aus Deutschland und den Niederlanden waren vertreten. Es gab einen regen Erfahrungsaustausch. Das war genau sein Element, und so wurde er Mitglied bei uns im Verein.

Es folgten neben den vielen Glockenprojekten vom Förderverein auch Exkursionen in die Altmark, Halberstadt, Merseburg …, wo er uns, solange seine Kräfte reichten, mit seinem Erfahrungsschatz viel Wissenswertes vermittelte.

Auch in den Mitgliederversammlungen und zu den Adventsfeiern gab es oft kunstgeschichtliche Betrachtungen und bei der Planung von Exkursionen war er immer ein kompetenter Ansprechpartner, was die Kunstschätze betraf. Der Wissensschatz war unermesslich.

Dr. Manfred Haufe hat im Senioren- und Pflegeheim „Am Schwanenteich“ durch meine Besuche und durch meine verfassten Texte mit großem Interesse verfolgt, dass durch den Förderverein erneut der Hochaltar von St. Marien wieder gefestigt, gereinigt, statisch gesichert und vor den schädlichen Sonnenstrahlen geschützt wird. Schade, dass er die Fertigstellung, die im September 2022 geplant ist, nicht mehr miterleben kann.

So fügt es sich, dass ihm zu Ehren die vier großen Marienglocken seinen letzten Weg begleiten.

Der Förderverein Glocken St. Marien verliert einen außergewöhnlichen Kunst- und Kulturkenner, offenen Geist und freundlichen Menschen mit christlicher Haltung.

Bärbel Hornemann | Vorsitzende FV Glocken St. Marien Stendal e. V.