Verein in der Presse

14 Glocken sind schon vergeben

Volksstimme von 2018-08-27: Möglichst bald soll die Marienkirche in Stendal ein Glockenspiel erhalten. Der Glockenbauer hielt einen Vortrag. Von Bernd-Volker Brahms

HIER der komplette Artikel mit freundlicher Unterstützung der Volksstimme.


24. August 2018: Bartholomäustag - 571. Kirchweihtag

Liebe Glockenfreunde und Interessierte,

in diesem Jahr steht das Thema: "Glockenspiel für St. Marien" im Vordergrund und es ist folgender Programmablauf geplant:
➥ 17:25 Uhr - Vorläuten mit der Hauptglocke I "Maria"
➥ 17:47 Uhr - volles Geläut
➥ 18:00 Uhr - Orgelstück: Johann Sebastian Bach - Präludium c-Moll - vorgetragen durch Stadtmusikdirektor Michael Hentschel, daran anschließend: Begrüßung durch Pfarrer Dr. Tobias Eichenberg, Gedanken zum Bartholomäus
➥ Begrüßung und Vorstellung des Glockengießers Simon Laudy (NL) durch Bärbel Hornemann, Vorsitzende des FV Glocken St. Marien Stendal e. V. Einführungsvortrag in das Thema Glockenspiel. Funktionsweise und Technik anhand von Beispielen mit anschließender offener Diskussion mit Simon Laudy.
➥ Ausklang bei Häppchen & Wein.


Aktuelles: Glockenspiel für den neu errichteten Dachreiter

St. Marien, die Stadt- und Ratskirche im Zentrum der Hansestadt Stendal, hat seit dem 24. April 2018 den Dachreiter über dem Hohen Chor auf dem Kirchenschiff wieder zurück. Nach historischem Vorbild erhebt sich der ca. 15 m hohe neu errichtete Dachreiter. Somit bestimmt die Marienkirche im Zentrum mit den anderen Kirchtürmen / Dachreitern die Silhouette Stendals.
Der Förderverein Glocken St. Marien Stendal e. V. hat die Baumaßnahme eigenverantwortlich in Abstimmung mit der Ev. Stadtgemeinde ausgeführt. Insgesamt sind 115 T€ kassenwirksam, mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt, in diese Dachreitererneuerung geflossen.

Nun stellt sich die Frage - was passiert nun mit dem Dachreiter, welche Nutzung soll er erhalten?

Bis zum 1. Weltkrieg verrichtete eine Bet- / Signierglocke im Dachreiter ihren Dienst. Nach den Recherchen von Dr. Claus Peter aus Hamm handelte es sich dabei vermutlich um die 1497 von Herman Vogel (Schüler von Gerdt van Wou) gegossene Glocke. Diese wurde zu Kriegszwecken im 1. Weltkrieg eingeschmolzen.
Zwischenzeitlich wurde im Mai 2007 vom Ingenieurbüro für Baustatik Heinrich und Ebersbach aus Stendal eine Ersatzglocke für den Dachreiter gespendet. Diese Glocke IX trägt den Namen „Cantate“ und wurde in der Eifeler Glockengießerei Mark in Brockscheidt gegossen.
Wegen der Einsturzgefährdung des Dachreiters hat die Ev. Stadtgemeinde am 06.10.2011 die Demontage durchgeführt. Nach 6 Jahren Vakanz steht der neu errichtete Dachreiter wieder.

Es stellt sich die Frage: Soll es im Dachreiter wieder eine Betglocke, die Glocke „Cantate“ geben oder sollte etwas ganz Neues im Dachreiter installiert werden?

Aus Sicht der Ev. Stadtgemeinde kam die Entscheidung keine Betglocke dort einzuführen. Alternativ hat der Förderverein über eine andere sinnvolle Nutzung des Dachreiters nachgedacht. Die Idee eines Glockenspiels war geboren. Bereits unser verstorbenes Vereinsmitglied, Glockenbauer Rolf Klietz, träumte schon immer von einem Glockenspiel in Stendal.
Der Standort oben im Dachreiter ist ideal und gut realisierbar für ein Glockenspiel. Der Förderverein wurde von der Ev. Stadtgemeinde im Februar 2018 beauftragt, die erforderlichen Kontakte und Genehmigungen einzuholen.
Für das Glockenspiel gibt es inzwischen ganz konkrete Vorstellungen. Simon Laudy, ein erfahrener Glockengießer und Glockenspielbauer aus Finsterwolde (Niederlande) soll den Auftrag zum Bau des Glockenspiels vom Förderverein erhalten.
Demnach sind 24 Glocken im Dachreiter geplant. Das Glockenspiel soll elektronisch gesteuert werden und zu besonderen Anlässen kann man mit einem Keyboard auch individuell die Glocken zum Klang bringen. Bis zu 99 Lieder / Melodien können fest einprogrammiert werden. Diese werden je nach Jahreszeit und Anlass wechseln. Das Glockenspiel wird dann zu bestimmten, noch nicht endgültig festgelegten Zeiten zu hören sein.
Dies alles können wir nur mit Ihrer Hilfe schaffen. Sie haben die Möglichkeit eine Glocke zu kaufen bzw. in Partnerschaft mit mehreren eine bestimmte Glocke zu erwerben. Auch Inschriften auf den Glocken mit dem Spendernamen sind möglich.



Übersicht der Glocken des Glockenspiels. Die Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.





Simon Laudy

Simon Laudy

Simon Laudy wartet das berühmte Hemony Glockenspiel im Kampen am Eiselmeer (NL).
Bildquelle: Simon Laudy



Simon Laudy (* 1961) erlernte den Beruf des Glockengießers bei der in Asten ansässigen Glockengießerei Royal Eijsbouts. Im Jahre 1988 machte er sich als Glockengießer in der ehemaligen Glockengießerei Van Bergen in Heiligerlee selbstständig. Seine ersten Projekte waren 1988 ein kleines Glockenspiel in Veendam sowie 1989 eine Läuteglocke für die katholische Bonifatiuskirche in Nieuwe Pekela. Ende der 1990er-Jahre verlegte Laudy seine Werkstatt nach Finsterwolde. Dort eröffnete er gemeinsam mit Winold van der Putten zusätzlich eine kleine Gießerei zur Anfertigung von Orgelmetall. Heute ist die Klokken- en Kunstgieterij Reiderland ein international tätiges Unternehmen. (Quelle: Wikipedia)



Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Förderverein Glocken St. Marien Stendal e. V., c/o Bärbel Hornemann, Arneburger Str. 153, 39576 Stendal, Tel. 03931 212882 oder E-Mail: baerbel.hornemann@glockenverein.de
Stichwort: „Glockenspiel“ Nutzen Sie die Informationsveranstaltung am 24. August 2018. Simon Laudy wird anwesend sein, technische Erläuterungen geben und alle Fragen beantworten.


Juni 2018: Die Sanierung des Gildeschranks konnte beauftragt werden!

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher unserer Webseite,

im Herbst erfolgt die Restaurierung des



Gildeschranks.


Beauftragt wurde am 14. Juni 2018 die Dipl. Restauratorin (FH) für Holzobjekte, Kerstin Klein, aus Halle.
Kerstin Klein ist den Stendalern bekannt, da sie einerseits in St. Marien die Schererorgel zum Diplomthema hatte und anderseits eine Kapellenwappentafel sowie den Bekrönungsengel der Schererorgel in St. Marien restauriert hat.
Die Gesamtkosten der Restauration belaufen sich auf 7.200,00 € Brutto, daran sind folgende Spender beteiligt:
Innung der Zimmermänner 1.000,00 € - davon
- Zimmerei Marco Vack 500,00 €
- Zimmerei Thomas Stelle 100,00 €
- Zimmerei Blümner 100,00 €
- Zimmerei Kloß GbR 100,00 €
- Zimmerei Jörg Hoffman 100,00 €
- Zimmerei Dirk Rohbeck 100,00 €
Wilhelm Hennig 450,00 €
Christine Katzur 100,00 €
Monika und Eveline Kießling 200,00 €
Bärbel Hornemann 3.000,00 €
Kreishandwerkerschaft Altmark, Bau - Innung 1.000,00 €
Dr. Elfriede Müller 300,00 €
Dr. Dieter Wenzel 100,00 €
Anonymer Spender 1.050,00 €

Gildeschrank2018

Gildeschrank - Ansicht 2018.
Foto: Gerhard Draschowski



Verein in der Presse

Marienkirche die Spitze aufgesetzt

Volksstimme von 2018-04-25: "Es war nicht sicher, dass die Befestigung des Dachreiters im ersten Anlauf klappt.

HIER der komplette Artikel mit freundlicher Unterstützung der Volksstimme.